Pferdebahn in Düsseldorf

Blickt man in der Geschich­te der Stra­ßen­bahn ein­mal auf ihre Anfän­ge zurück, so wur­den die Bah­nen man­gels Stro­m­ober­lei­tun­gen zuerst von Pfer­den gezo­gen. Die Pfer­de­bahn des Bel­gi­ers Leo­pold Boya­ert, der eine Aus­schrei­bung der Stadt gewon­nen hat­te, wur­de am 6. Febru­ar 1876 in Düs­sel­dorf eröff­net. Es fuh­ren zunächst 2 Bah­nen durch die Innen­stadt.

1892 kün­dig­te die Stadt Düs­sel­dorf den Ver­trag mit Boya­ert und ver­pach­te­te die Pfer­de­bahn am 1. Juli 1892 an den Direk­tor der Koblen­zer Pfer­de­bahn,
Wil­helm von Tip­pel­s­kirch.

Am 30. Janu­ar 1899 schloss die Stadt Düs­sel­dorf einen Ver­trag zur Elek­tri­fi­zie­rung des Pfer­de­bahn­net­zes. Am 1. Juli 1900 waren die Arbei­ten ange­schlos­sen.

Am 21. Juni 1900 fuhr gegen 19 Uhr die letz­te Pfer­de­bahn.

Von da an wur­den die zwei Pfer­de­bahn­li­ni­en von acht elek­tri­schen Stra­ßen­bahn­li­ni­en im Innen­stadt­be­reich ersetzt.

Am 1. Juli 1900 über­nahm die Stadt Düs­sel­dorf das Stra­ßen­bahn­netz in eige­ner Regie und mach­te Wil­helm von Tip­pel­s­kirch zum ers­ten Direk­tor.

Ab dem 1. Mai 1902 wur­de das Stra­ßen­bahn­netz ver­län­gert und fuhr nun auch bis zum Markt­platz in Ger­res­heim. Am 21. Okto­ber 1902 wur­de dann die Stre­cke bis zum Bahn­hof Ger­res­heim erwei­tert

Ende 1906 fand die Ein­füh­rung der Lini­en­be­zeich­nung statt. Seit­dem fährt die Linie 3 vom Scha­dow­platz nach Ger­res­heim.

Fußgängerzone vor dem Umbau und Umleitung der Straßenbahngleise.

Historische Fahrpläne

Gerresheim — Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke in der Benderstraße

DatumMaß­nah­meBemer­kung
01.05.1902Ver­län­ge­rung der Stra­ßen­bahn­stre­cke von Gra­fen­berg (Stau­fen­platz) — über die Ben­der­stra­ße — bis Ger­res­heim, Markt­platz (Rat­haus)
Die Stre­cke wird befah­ren von der „Grünen Vor­ort­li­nie“: Düsseldorf Scha­dow­platz – Gra­fen­berg — Ger­res­heim

ab Som­mer­fahr­plan 1903: Umbe­nen­nung in „Wei­ße Vor­ort­li­nie“
Betriebs­zeit: 6.20 Uhr bis 22.20 Uhr, alle 20 Min.
Hal­te­stel­len:
Scha­dow­platz
Eckstraße/Victoriastraße
Wagnerstraße/Bleichstraße
Ton­hal­le
Heinestraße/Oststraße
Gra­fen­ber­ger Straße/Kölner Stra­ße
Schützenstraße
Uhland­stra­ße
Hum­boldt­stra­ße
Deger­stra­ße
Enger­stra­ße
Licht­stra­ße
Hani­el & Lueg
Düsselbrücke
Eisenbahnübergang Rath-Eller
Gra­fen­berg
Stadt­gren­ze
Vor der Hardt
Auf der Hardt
Gast­haus Ger­ma­nia
Ger­res­heim, Rat­haus
Vor­läu­fi­ge End­sta­ti­on Markt­platz
21.10.1902Ver­län­ge­rung der Stra­ßen­bahn­stre­cke von Ger­res­heim, Markt­platz (Rat­haus) bis Ger­res­heim, Bahn­hof
1903/1904Die Stre­cke wird befah­ren von der „Wei­ßen Linie“: Haupt­bahn­hof — Gra­fen­berg ab 1904: Scha­dow­platz – Ger­res­heim, Bahn­hof
Ende 1906Einführung der Lini­en­be­zeich­nun­gen Linie 3: Scha­dow­platz — Ger­res­heimEs ent­fal­len die far­bi­gen Kenn­zeich­nun­gen der Düsseldorfer Stra­ßen­bahn­li­ni­en Die Linienführung bleibt bis zur Inbe­trieb­nah­me des Jan-Wel­lem-Plat­zes mit der Außer­be­trieb­nah­me der Schlei­fe Scha­dow­platz 1962 unver­än­dert.